Mieter angemessen an der Energiewende beteiligen

ZfK

29.07.2016 | Zeitung für kommunale Wirtschaft I 29.07.2016: 

Um den Bezug von „Mieterstrom“ aus Photovoltaik attraktiver zu gestalten, sollte die Regierung eine entsprechende Rechtsverordnung schnell umsetzen.
 
Diese Auffassung formulierte der regierende Bürgermeis­ter von Berlin, Michael Müller, bei einem Pressegespräch mit der Berliner Energieagentur, dem Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup sowie der Charlottenburger Baugenossenschaft eG. Hintergrund der Forderung Müllers ist die Absicht, dass in Berlin künftig mehr Menschen als bisher von der Energiewende profitieren sollten.

Voraussetzung sei jedoch, dass unter anderem der Bezug von „Mieterstrom“ aus Photovoltaikan­lagen attraktiver gestaltet werde als bisher. Deshalb sei es notwendig, dass eine entsprechende Rechtsverordnung auf der Grundlage des Erneuerbare Energien Ge­setzes (EEG 2017) so schnell wie möglich von der Bundesregierung umgesetzt werde. „Die Direktvermarktung von um­weltfreundlich und lokal erzeugtem Strom braucht eine faire wirtschaftli­che Chance. Indem wir mehr Mieterinnen und Mieter bei ihren Energie­kosten entlasten, kann die Energiewende sozialverträglich gestaltet werden und wir können gemeinsam die Klimaneutralität Berlins bis 2050 erreichen“, sagte Müller.

Der an den Beratungen zur aktuellen Novelle des EEG maßgeblich beteiligte Berliner Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup ergänzte: „Damit private, genossenschaftliche oder kommunale Wohnungsbau­gesellschaften und die von ihnen beauftragten Energiedienstleistungs­unternehmen wieder mehr Solaranlagen bauen können, muss die Ver­ordnung schnell kommen. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass ausschließlich die Flächenländer erneuerbare Energien für alle bereit­stellen. Gerade die Metropolen haben besondere Verantwortung zu tragen.“ (ad)

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